Der Serien-Thread

    • Der Serien-Thread

      Ohne Serienthread ist ein Forum doch kein Forum!

      Was wird hier denn aktuell so verfolgt?

      Bei mir (aktueller US Stand):
      Arrow, Flash, Supernatural, Bones, Gotham, Big Bang Theory und South Park.

      Ansonsten habe ich mich total in Tokyo Ghoul verliebt, wo im Anime leider noch keine Fortsetzung fix ist. Im Manga bin ich allerdings aktuell und auch wenn viel Leser den Anime eher belächeln, weil er stark von der Story abweicht und auch vieles auslässt, finde ich ihn einfach wunderbar gemacht, wenn man ihn als eigenes Projekt betrachtet.

      Und bei euch so?
      Am besten kommt dieser Thread möglichst ohne Spoiler aus.
    • Wieso befürchte ich, dass dieser Thread schlecht für meine Gesundheit werden könnte? :D
      Sei es drum...

      Gucke ich gerade:
      Castle, Profiling Paris, The Mentalist, Hawaii Five-0
      Pokémon schwarz/weiß aka Blau~!

      Habe ich kürzlich gesehen:
      Firefly/Serenity, NCIS: LA
      Sword Art Online

      Was soll ich schreiben? Zum meisten besser gar nichts, außer explizit erwünscht. Eins muss ich aber hervorheben: Sword Art Online ist trotz (für SAO Verhältnisse) schwacher GGO Arc und Excaliber Episode in Staffel 2 ein Gesamtkunstwerk, das ich nur jedem dringend empfehlen kann, in schönen kleinen Dosierungen, da bereits einzelne Episoden einfach so viel zu bieten haben und man so die Chance hat viel mehr Details wahrzunehmen als wenn man rusht.
    • Zuhause schaue ich fast nur Sitcoms. Wenn es primär um Serien geht, von denen hier in Deutschland noch nicht alle Episoden jeder Staffel gezeigt wurden, wären das:
      Brotherhood, Melissa & Joey, Big Bang Theory, South Park.

      Ansonsten diverse, bereits abgeschlossene Comedy-Serien unterschiedlicher Jahrgänge, wie Friends, Rules of Engagement oder Pastewka. Und, falls es der US-ITunes-Store zu lässt(bzw. mich mit Gifting Cards bezahlen lässt, und nicht die Existenz einer US-Kreditkarte verlangt), auch Family Matters(/Alle unter einem Dach), weil nur vier von neun Staffeln auf DVD gepresst wurden.

      Bei Filmen darf dann aber auch ernstere Kost dabei sein.
    • Firefly/Serenity: eine reiche, facettenreiche Welt mit starkem Cast (für US Verhältnisse zumindest - wo man halt leider nicht so viel weibliches Haupthaar zu sehen bekommt, als eigentlich da sein sollte), die Genres ergänzen sich zu einem cleveren Ganzen und es wird keine Zeit verschwendet, sprich: in quasi jeder Szene und jedem Gespräch steckt etwas drin, mit einer gesunden Mischung aus gelegentlichem Humor und reichlich Tiefgang. Und einem passenden, guten Soundtrack. Zudem eine ausgewogene Mischung aus Story und Action, sodass man unter dem Strich einfach mehr sehen will, von dieser Welt (bzw. diesem Universum) und den Figuren, weil man immer den Eindruck hat, dass da noch viel mehr ist... unter dem Strich eine Serie mit verdammt viel Qualität und fast ohne Makel.
      ...und wie ich das schreibe, merke ich, dass derselbe Text so auch gut zu SAO passen würde...

      In Castle habe ich dann halt doch mal wegen Nathan Fillion reingeguckt, nachdem mich lange Zeit eine Vorwerbung davon abhielt, wo ein Opfer auf den ersten Blick zu gut war, um ein "Opfer sein zu dürfen", aber habe es dann doch mal getan und wurde recht gut unterhalten. Wobei mir dennoch einige Punkte recht sauer aufstoßen. Zwar ist der Humor der Serie durchaus ein Pluspunkt, aber die Dosierung ist doch etwas fragwürdig - jedes Mal wenn über einen Mord dumme Witze gerissen werden (z.B. "der verpasst nun den Abschlussball" oder "mein erster Cold Case"), möchte ich den Beteiligten einfach nur nen Klatscher verpassen, um es mit Matt Striker ala David zu sagen. Eine Krankheit an der diverse Kriminalserien leiden. Es ist zudem auffällig, dass sich relativ viele "spannende Situationen" hätten vermeiden lassen können, wenn Kate statt Castle einfach einen anderen bewaffneten Cop dabeigehabt hätte... und so sehr ich natürlich befürworte "Realismus" nicht zu eng zu nehmen, weil zu viel Realismus dazu tendiert zu stören, statt zu helfen, sind das Momente, wo ich nur den Kopf schütteln kann. Die "folgenübergreifende Story" ist ebenfalls ein bisschen sehr konstruiert und unnötig dick aufgetragen... noch so eine "gängige Krankheit" (die beim Mentalisten mit "Red John" noch viel ausgeprägter ist...). Der Cast ist weit weniger stark als bei Firefly, aber wirkt zumindest durchweg sympathisch und keine Figur ist ein Grund zum wegschalten. Anders formuliert: einige gravierende Schwächen, aber unter dem Strich "gelungen genug", dass man es sich ganz gut ansehen kann, wenn man ganz hohem Anspruchsdenken mal ne Pause gönnt.
    • IDK Ryu Bateson schrieb:

      Opening
      Die Charlie Chaplin Rede war mir ein bisschen zu lang (obgleich die Länge dem Thema durchaus angemessen ist, natürlich), zumal Sheltons Rede dann noch mehr vom selben war, nur weniger gut. Sheltons Ansprache hatte mich quasi in dem Moment verloren, als er anfing ausgerechnet eine dem Tod „zugeneigte“ Serie wie „The Walking Dead“ (die bereits VIEL zu erfolgreich ist, in Anbetracht dessen, was sie ist und sicherlich nicht „zu wenig“ Konsumenten hat) in so eine Ansprache mit zu integrieren. Nach diesem Auftakt musste ich dann auch direkt ne Pause machen, weil ich mit den negativen Emotionen, die das bei mir hervorgerufen hat, die Show nicht einfach so weiterlesen konnte.
      Muss man sich mal vor Augen führen: da ist die Grundaussage, dass die Menschen sich gegenseitig besser zu behandeln lernen sollen und dann wird da ein Gewalt legitimierendes Zitat aus einer derart mit Gewalt und Tod überladenen Serie eingestreut… ein Zitat, dessen Inhalt gar nicht so weit weg ist, von den üblichen Legitimationen von den Gewalttätern, die Shel hier eigentlich kritisieren möchte… genau deshalb hasse ich solche Serien wie The Walking Dead oder auch das grundlegende Setting von „The Last of Us“… Extremsituationen sind KEINE Entschuldigung für anarchistische Gewaltanwendung/Verrohung/etc. und die Darstellung, dass es“ in solchen Zeiten die einzig mögliche Entwicklung ist“… nun, ziemlich genau das sagen halt auch die Leute, die Anschläge ausüben in durchaus nicht ganz unähnlicher Form (die berufen sich ja auch mehr oder minder auf ihr Handeln nötig machende "Extremsituationen")...
      Um genau zu sein halte ich dieses "uh, Apokalypse, jetzt geht alles, weil SURVIVAL" nur für einen Vorwand der entsprechenden Produkte um so tabulos, gewalttätig und pseudo-philosophisch wie möglich zu sein… und alle paar Augenblicke „ergreifende Momente durch Chara Tode“ zu haben… was wieder ein Thema für sich ist, das ich hier besser nicht auch noch anpacke… jedenfalls wird in solchen Narrativen ein Welt-/Menschenbild gezeichnet, das sogar noch schlechter ist als meins und das will was heißen.
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      Okay, mehr Feedback dann, wenn mein Puls sich wieder beruhigt hat.

      TheLegendkiller schrieb:

      Hui. :D :D
      Bist du eigentlich auf dem aktuellen Stand?

      Ich wollte das mit dem "Extremsituationen sind KEINE Entschuldigung" noch einfügen, hab´s dann aber bei der ganzen Müdigkeit ganz vergessen, es war halt schon verdammt spät.
      Hatte in der Nacht ein TWD-AMV gesuchtet und das halt mit reingepackt, das Segi hätte aber natürlich auch ohne das Zitat getan.
      Es sollte auch nicht so rüberkommen, als ob es okay wäre, in einer Apokalpyse so zu handeln, das hätte ich noch deutlich machen müssen, vllt. mit nem Gegenzitat oder sonstwas. Es ging mir eigl. mehr darum, dass wir uns jetzt alle für nix so scheiße behandeln.. wie gehen wir miteinander um, wenn es dann wirklich sowas wie ne Apokalypse gibt.. ich hätte auch irgendwas anderes als WD nehmen können. Es geht mir um den Grundgedanken und ob die Serie scheiße ist oder nicht, ist mir dann in dem Moment auch egal gewesen, in der Serie geht´s halt um ne Apokalypse und das kam mir in dem Moment als Vergleich passend vor.

      Das das alles quatsch ist mit "jetzt geht alles, weil Survival", ist doch klar. "The world we know is gone... but keeping our humanity? That´s a choice!" um das mal mit den Worten von Dale aus WD zu sagen, der das auch so sah. ;)

      Ist dann wahrschl. falsch rüberkommen, hätte nochmal drüberschauen sollen. Es sollte einfach nur als Vergleich dienen und damit wir uns mal selbst fragen, was passieren würde, wenn es in der echten Welt mal so weit kommt.. aber geht wohl auf meine Kappe, ist nicht deutchlich rauszulesen.
      Konfliktreiche Thematik. Ich persönlich mag Szenarien wie in TWD auch nicht. Und bin ebenfalls der Ansicht, das sich Menschen auch in Ausnahmesituationen solidarisch verhalten sollten. Allerdings glaube ich nicht, das sich jeder Mensch in so einem Szenario solidarisch verhalten würde("wenn ich XY rette, könnte ich dabei streben", "lieber dem Stärkeren den dem Schwächeren Nahrung geben, weil der Stärkere den besseren Schutz darstellt", "wieso jemandem was abgeben, der es dann nicht in meinem Interesse nutzt?"), was sicherlich auch das Erfolgsrezept von Serien wie TWD ist.

      Vielleicht sollten wir alle daruaf basierenden, folgenden Antworten in den Serien-Thread verlagern.
    • TheLegendkiller schrieb:

      Hui. :D :D
      Bist du eigentlich auf dem aktuellen Stand?
      Ich bin auf gar keinem Stand, ich gucke die Serie nicht. Aber man kriegt ja halt doch bisschen was mit, eben weil die Serie konträr zu dem was Shel da andeutet sehr bekannt, verbreitet und erfolgreich ist... wird ja mittlerweile sogar in fast jeder Fußballhalbzeit angepriesen zusammen mit einigen anderen Serien, die ich im direkten Vergleich deutlich weniger ausstehen kann. An sich ist mir TWD relativ egal, aber ich kann apokalyptische Settings einfach nicht leiden - und das dann noch in diesem Kontext war halt dann bisschen viel für mich Sensibelchen. ;)

      Wie gut TWD dann als Gesamtpaket ist oder nicht ist, kann ich auch nicht beurteilen, dafür kenne ich es zu wenig, aber es ist hier der Grundtenor und die Konnotationen des gewählten Zitats, die mir im Kontext "Brüssel" sauer aufstießen. Ich bezweifle aber, dass die Narrative allzu viel besser ist als bei The Last of Us (zumindest deutet nix mir Bekanntes darauf hin) und TLoU ist trotz all des Lobpreises halt erzähltechnisch auch ein zweischneidiges Schwert - die Story selbst ist schlicht katastrophal schlecht und voller Logiklücken, während das Storytelling halt relativ stark ist. (dumm natürlich dass es weder hier noch da auf weiblicher Seite irgendwas von Belang gibt, da könnte man sich wiederum ein Beispiel an Highschool of the Dead nehmen, um mal beim selben Genre zu bleiben)

      Dales Zitat wäre deutlich besser gewesen, das Promo-Zitat ist irgendwie so'n typischer pseudo-intellektueller "Badass" Spruch, je länger ich mir das Promo-Zitat angucke, desto schrecklicher finde ich es.

      Edit (da sieht man mal wie lange ich den paar Zeilen Antwort getippt habe, dass da inzwischen ein über ne Vietelstunde alter Beitrag von Tough Guy plötzlich auftauxht^^): natürlich verhalten sich nicht alle gleich. Aber für gewöhnlich ist so ne Apokalypse für die Storyschreiber der Vorwand um (nahezu) alle Charas plötzlich die gute Kinderstube vergessen zu lassen. (besonders auffällig bei The Last of Us, wo selbst Hauptfigur Joel mehr oder minder ein brutales bis fast gewissenloses Monster in Batista-Gestalt ist... pun pretty much very intended)



      ...das wäre das einmal mehr der Zeitpunkt für mich Sword Art Online zu empfehlen, denn die erste Hälfte der ersten Staffel ist ja praktisch zu einem großen Teil Studie menschlichen Verhaltens in einer Extremsituation. Anders als andere Serien, wo die Protagonisten in einer virtuellen Welt festhängen, ist es ja gerade der Ansatz von SAO dieses Szenario nicht zu erschaffen, um die Charas einfach coole Abenteuer erleben zu lassen, sondern um abzubilden, wie das "realistischerweise" ablaufen könnte, wenn Tausende Spieler plötzlich auf Leben und Tod in einem Spiel festsitzen, das sie nur wieder verlassen können, wenn es erfolgreich beendet wird... mit allen unverblümten Höhen und Tiefen die dazugehören. Inklusive verschiedenen Verhaltensweisen der Betroffenen. Die einen solidarisieren sich, werden sesshaft, andere drehen durch, wieder andere nutzen das Spiel um ungestraft Sensenmann spielen zu können...

      ...und ja, das würde im Zweifelsfall besser in den Serienthread passen. Aber wir können ja erstmal hierbleiben, verschieben kann ich die Beitrge dann ja immer noch.
    • Ich geh später nochmal richtig drauf ein, nur kurz zum Zitat:

      Das ist von Rick Grimes, dem Hauptcharakter. Ich kann dir die Staffeln und die Entwicklung von Rick kurz zusammenfassen.


      Staffel 1: "We don't kill the living."
      Staffel 2: "Im not the good guy anymore."
      Staffel 3: "Shit happens."
      Staffel 4: "They're fucking with the wrong people."
      Staffel 5: "We didn't want to waste the bullets."
      Season 6: "Do you have any idea WHO you're talking to?"

      Und ich finde, dass ist eigl. schon eine realistische Entwicklung, wenn wir uns mal die Menschheit und ihr Verhalten aktuell so anschauen.
      Klar ist das nicht die gute Kinderstube, aber IMO ist das halt echt die realistische Einschätzung. Ich würde echt drauf tippen, dass sich die Menschen in einer Extremsituation genau so verhalten, wie es viele in Walking Dead tun.
      Gerade weil es schon so, in einer "normalen" Welt, viele gestörte gibt und viele die es aktuell noch verheimlichen.

      Es gibt in Walking Dead auch die "Gutmenschen", mehrere sogar. Die sterben dann aber halt auch immer wieder. :D
      Und wenn du einen Sohn hast, eine Tochter, die in dieser Apokalpyse auf die Welt gekommen ist - dann musst du sie auf Leben und Tod halt beschützen. Oder siehst du das anders?
      Irgendwann hat Rick auch "I don't take chances anymore.” gesagt. Anfangs war er nicht so eingestellt, aber es gibt halt dann viel zu viele Menschen, die von Anfang an den Sensenmann spielen oder durchdrehen. Wie verteidigst du dich gegen die?
      Ist IMO schon eine sehr interessante Serie, gerade weil es auch viele Leute gibt, die halt noch menschlich bleiben und andere davon überzeugen wollen. Gibt schon viele Leute mit ner realistischen Entwicklung im Verlauf der Serie, denke ich.

      PS:
      SWO habe ich natürlich geguckt. Und finde es witzig, dass du nur die erste Hälfte der 1.Staffel nennst. :D Die zweite Hälfte mit diesem Romantik-Zeug fang ich blöd.
      “You’re mine” she whispered. “Mine, as I’m yours. And if we die, we die. All men must die, Jon Snow, but first we’ll live.”
      - Ygritte.
    • TheLegendkiller schrieb:

      Es gibt in Walking Dead auch die "Gutmenschen", mehrere sogar. Die sterben dann aber halt auch immer wieder. :D
      Das sagt dann auch alles über diese Serie und ihre Schreiber aus, was man wissen muss. Schließlich und letztendlich ist es in der Fiktion ja auch immer wichtig zu beachten welche Botschaft vermittelt wird - dass man in Kriegszeiten als Pazifist leicht stirbt, ist ersichtlich, aber da reicht EINE solche Szene, um das zu kommunizieren. Gleichzeitig ist es aber auch ein Armutszeugnis, wenn man Hauptfiguren ihre ehrbare Weltsicht verlieren lässt und zu dem degeneriert, was bekämpft wird - ist nämlich dahingehend kein Unterschied mehr vorhanden, ist es schwer vermittelbar, warum das Überleben des von den Antagonisten kaum zu unterscheidenden Protagonisten etwas sein soll, das von Interesse ist.

      Anfangs war er nicht so eingestellt, aber es gibt halt dann viel zu viele Menschen, die von Anfang an den Sensenmann spielen oder durchdrehen. Wie verteidigst du dich gegen die?
      Wie verteidigt man sich außerhalb der Zombie Apokalypse gegen die (die Existenz solcher Leute ist nämlich nicht an Zombieapokalypsen gekoppelt)? Genau.
      Wenn die Menschheitsgeschichte etwas gelehrt hat, dann dass bei aller Geringschätzung für das Leben anderer Menschen doch ein Herdentrieb vorherrscht und sich früher oder später wieder feste Gesellschaftsordnungen bilden, mit Betonung auf Ordnung. Ergo würde ich als Gewalt ablehnender Bauer/Medikus/was-auch-immer mich von der sich herausbildenden Miliz beschützen lassen. Abgesehen davon kann man sich auch verteidigen ohne alles abzuschlachten. Gefängnis und so. Wie im unapokalyptischen Leben halt auch. Dass dies in solchen Settings kaum möglich ist, ist nämlich nicht zwingend realistisch, sondern eine bewusste Entscheidung der Schreiber, Zwecks Spannungserzeugung. Sicher geht in einem Krieg (und im Endeffekt ist Zombieapokalypse nichts anderes) viel an Menschlichkeit den Bach runter, aber letztendlich ist das menschliche Verhalten halt doch darauf ausgerichtet diesen Zustand zu beenden und eine neue Ordnung zu schaffen. Wäre TWD eine gute Serie wäre die Apokalyspe spätestens mit der dritten Staffel beendet gewesen und es ging längst um die "Nachwirkungen". ;p
      Realistisch betrachtet sind Zombieapokalypsen (ja, Selbstwiederspruch, schon klar) auch nichts, was von langer Dauer sein kann. Selbst wenn man davon ausgeht, dass sagen wir locker 90% der Menschheit plötzlich vor sich hin fault... das Verfallsdatum eines Zombies ist realistisch betrachtet nicht sehr hoch. Bis auf nachkommende frisch Infizierte würde eine "echte Zombieapokalypse" also rasch abflauen, aus ersichtlichen Gründen. Besonders auffällig bei The Last of Us, wo ja mal eben 20 Jahre zwischen Prolog und Hauptspiel bestehen... da hat man sich so viel Mühe gegeben die Fungus Infektion "theoretisch realistisch" abzubilden und hat aber komplett vergessen, dass die kaum noch zur Nahrungsaufnahme fähigen vor sich hin stolpernden Infizierten nicht langfristig als Wirte taugen. :D

      Die zweite Hälfte von SAO ist fantastisch, fast makellos. Alleine schon der Übergang zwischen den beiden Serienteilen ist beeindruckend.
      Mit quasi einer einzigen Episode den Übergang zwischen "Sozialstudie Death Game" und "persönliche Mission mit clever konstruiertem Love Triangle" zu schaffen, ein komplett anderes Pacing zu implementieren, mit anderen psychologischen Schwerpunkten (quasi nun Charakterstudie statt Gesellschaftsstudie, auch hinsichtlich der "Nachwirkungen des Death Game") und einem in nur wenigen Minuten überzeugend als Hassfigur aufgebautem Antagonisten - das ist geradezu einzigartig. Zwei so unterschiedliche Facetten und dennoch eine kohärente Geschichte... jo, einzigartig halt. Noch dazu ist Sugu natürlich ein großartiger Chara (ist ja kein Zufall dass eine meiner Damen denselben Namen trägt) und alleine schon das "Wiedersehen" (um es so spoilerfrei wie möglich zu formulieren) ist einfach nur eine der besten Szenen, die je animiert wurden.
      Ich habe die zweite Hälfte der ersten Staffel nicht erwähnt, weil es halt inhaltlich keine Charakterstudie mehr ist und folglich nicht zum Thema gehört hat, aber wie man auch nur ansatzweise die hervorragende Narrative UND das bockstarke Charakterdesign in der ALO Arc derart geringschätzen kann, will in mir wenig Verständnis auslösen. Wenn man mich fragt ist Hälfte 1 bis auf die Yui Episoden kaum mehr als ganz nett und es ist Staffel 2, wo man dann qualitativ richtig aufdreht (eben Dank und durch Sugu) - eine zielorientierte Geschichte mit all den beschriebenen Eigenschaften und das OHNE weiterhin "Todesnähe" zu benötigen... da muss man doch förmlich beide Daumen für nach oben nehmen. Ist natürlich nicht so "flashy" wie die erste Hälfte, aber genau das ist ja der Kniff bei der Sache, der mich persönlich so sehr beeindruckt. Abgesehen davon, dass Hälfte 2 es sich auch erlauben könnte super schlecht zu sein (was aber eben nicht der Fall ist, das Writing ist hier schon *richtig* clever) , weil es dann immer noch alleine schon wegen Sugu (und es gibt ja noch ein bissl mehr in Hälfte 2 als Sugu...) toll und nicht "blöd" wäre. Schäm dich, schäm dich, schäm dich. :klatsch
      Nur dass die Serie ja sogar noch einen Schritt weiter geht und sich mit der (leider von vermeidbaren Schwächen überlagerten) GGO Arc *noch einmal* komplett neu erfindet, nur um dann nach der zum durchatmen gedachten Excaliber Episode mit der extrem starken Mother's Rosario Arc NOCH EINMAL einen komplett neuen Blickwinkel zu eröffnen und zur emotionalen Achterbahnfahrt zu werden... und dennoch dabei stets glaubwürdig aufeinander aufbauend anstatt Stückwerk zu sein. Wahnsinn.
    • IDK Ryu Bateson schrieb:

      Wie verteidigt man sich außerhalb der Zombie Apokalypse gegen die (die Existenz solcher Leute ist nämlich nicht an Zombieapokalypsen gekoppelt)? Genau.
      Wenn die Menschheitsgeschichte etwas gelehrt hat, dann dass bei aller Geringschätzung für das Leben anderer Menschen doch ein Herdentrieb vorherrscht und sich früher oder später wieder feste Gesellschaftsordnungen bilden, mit Betonung auf Ordnung. Ergo würde ich als Gewalt ablehnender Bauer/Medikus/was-auch-immer mich von der sich herausbildenden Miliz beschützen lassen. Abgesehen davon kann man sich auch verteidigen ohne alles abzuschlachten.
      Es ist okay, wenn andere für dich töten(im Extremfall), aber selber töten ist nicht okay? Oder verstehe ich dich da falsch?

      IDK Ryu Bateson schrieb:

      Dass dies in solchen Settings kaum möglich ist, ist nämlich nicht zwingend realistisch, sondern eine bewusste Entscheidung der Schreiber, Zwecks Spannungserzeugung. Sicher geht in einem Krieg (und im Endeffekt ist Zombieapokalypse nichts anderes) viel an Menschlichkeit den Bach runter, aber letztendlich ist das menschliche Verhalten halt doch darauf ausgerichtet diesen Zustand zu beenden und eine neue Ordnung zu schaffen. Wäre TWD eine gute Serie wäre die Apokalyspe spätestens mit der dritten Staffel beendet gewesen und es ging längst um die "Nachwirkungen". ;p
      Es wird versucht ne neue Ordnung zu schaffen, sich in der neuen Welt einzuleben. Z.B in nem verlassenen Gefängnis, verlassene Städte. Aber der Frieden hält halt nie lange, weil von Außen immer wieder Leute versuchen den Ort einzunehmen, weil er so gut versorgt ist, usw.
      Wäre TWD eine gute Serie, würde man langsam mal wissen, wie das überhaupt dazu kam. :D


      Bei SAO fand ich die erste Hälfte einfach interessanter, du hast das schon richtig beschrieben.
      Die zweite Hälfte (ich glaube ab Folge 11-14 oder so) war mir persönlich zu viel Romanze. Zusammen wohnen, Heirat, blablub (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Das hat mich dann nicht so sehr interessiert wie die Gesellschaftsstudie. ;)
      “You’re mine” she whispered. “Mine, as I’m yours. And if we die, we die. All men must die, Jon Snow, but first we’ll live.”
      - Ygritte.
    • TheLegendkiller schrieb:

      Es ist okay, wenn andere für dich töten(im Extremfall), aber selber töten ist nicht okay? Oder verstehe ich dich da falsch?
      Ich weiß nicht wie ich mich in so einer Situation verhalten würde. Ich bin prinzipiell durchaus pazifistisch veranlagt, aber ich habe durchaus auch einen starken Selbsterhaltungstrieb und noch starken Beschützerinstinkt, der ja schon anschlägt, wenn es etwa um SAO geht. ;)
      Generell würde ich sagen mein Ansatz wäre "so viel Gewalt wie nötig, so wenig wie möglich".
      Oder um es mit Gandalf Graubart zu sagen: “Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement.”

      Es wird versucht ne neue Ordnung zu schaffen, sich in der neuen Welt einzuleben. Z.B in nem verlassenen Gefängnis, verlassene Städte. Aber der Frieden hält halt nie lange, weil von Außen immer wieder Leute versuchen den Ort einzunehmen, weil er so gut versorgt ist, usw.Wäre TWD eine gute Serie, würde man langsam mal wissen, wie das überhaupt dazu kam. :D
      Der Friede hält also nicht lange, weil dasselbe wieder und wieder passiert, um die erfolgreich laufende Serie immer weiter melken zu können.
      Das ist dann auch so ein Problem, das ich mit "Endlosserien" habe: eine gute Geschichte hat einen Anfang, einen Schluss und halt das dazwischen, wobei "das dazwischen" entweder World Building, Chara Development oder eben Story Progression ist. Alles andere ist letztlich Filler.
      Und je nachdem kann man auf dem Schluss wieder eine neue Geschichte aufbauen...
      Mich würde ja mehr interessieren auf welches Ende die Serie hinarbeitet und wie all die sich stets zu wiederholen scheinenden Storyparts darauf hinzielen...

      Bei SAO fand ich die erste Hälfte einfach interessanter, du hast das schon richtig beschrieben.
      Die zweite Hälfte (ich glaube ab Folge 11-14 oder so) war mir persönlich zu viel Romanze. Zusammen wohnen, Heirat, blablub (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Das hat mich dann nicht so sehr interessiert wie die Gesellschaftsstudie. ;)
      Eigentlich ist die zweite Hälfte von Staffel 1 zum Großteil eine Befreiungsmission mit Timelimit, wirklich viel Romanze ist da nicht und Heirat schon gar nicht... geht ja auch gar nicht, weil die Liebenden halt getrennt sind. 8|
      Der Liebesgeschichten-Anteil kommt eigentlich primär durch Sugu und da geht es primär um ihren Versuch über "den Spriggan Kirito" ihre Cest Gefühle zu verdrängen und ihren inneren Konflikt.
      (was von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist, weil ja Kirito ihr Bruder/Cousin ist, was wir als Zuschauer wissen, die beiden aber nicht - sehr cleveres Writing, wie gesagt)
      Der Teil mit Romanze und Heirat ist noch in Hälfte 1 und das auch nur für wenige Folgen als Teil der Gesellschaftstudie von wegen "wie kann in so einem Setting Liebe funktionieren". ;p

      ...ne, das will ich nicht verstehen und zum Glück muss ich das ja auch nicht. SUGU~! :olga
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